THOUGHTS | MINIMALISMUS - DAS NEUE 2016? EINE GESCHICHTE ÜBER DEN WUNSCH NACH FREIHEIT UND GLÜCK




Ist ein Leben im Minimalismus die Antwort auf die Frage nach Glück? In der heutigen Zeit sind wir so überhäuft mit Billig - Angeboten, dass wir uns nur so mit Unmengen von kleinen Teilchen überhäufen ..


Als ich heute Morgen mal wieder das Thema Minimalismus, und den Wunsch dem mehr nachzugehen, angesprochen hatte, reagiert meine Umgebung ganz erschrocken auf mich. "Was soll das?", ich, als Bloggerin, würde es brauchen immer wieder neue Anziehsachen zu haben. Die Wirklichkeit ist, dass es nicht glücklich macht von Unmengen von Dingen umgeben zu sein und teilweise nicht mehr zu wissen wohin damit, weil die Menge um mich herum immer weiter wächst.

Das Traurige ist, obwohl ich sagen muss, dass ich schon einiges durch meinen  Blog geschenkt bekomme, tritt irgendwann ein Gefühl der Leere auf und freut sich nicht mehr. Im Endeffekt betrachtet man die Masse um sich herum und fragt sich dann warum so viele Menschen meinen würden, dass genau diesen Szenario glücklich machen würde.


In einer Gesellschaft in dem Masse zunehmend regiert, frage ich mich oft wie das Wort Minimalismus wohl auf die breite Masse schlägt. Mein Eindruck ist, dass die meisten Menschen sich immer mit viel umgeben wollen. Je mehr sie haben, desto eher bekommen sie den Eindruck viel zu haben oder glücklich zu sein -Von Fast Food, zu Fast Fashion und irgendwann kapselt man sich in dieser Blase ab..
Je mehr man hat, je mehr man sammelt, desto mehr Last trägt man mit sich, was viele nicht merken. Eigentlich finde ich je mehr man irgendwann besitzt, je mehr hat man das Bedürfnis und den Wunsch nach Freiheit und endlich etwas Ballast abzuwerfen. Alles wird immer mehr und es kommt einem so vor, als würden die Wände näher kommen.

Gerade jetzt, nach der Fashion Week, habe ich wieder einmal bemerkt wie traurig dieser ganze Schein, dieses "unechte"  Leben macht.  Vielleicht muss ja doch nicht alles immer in unendlich vielen Varianten zu haben sein oder 200 Paarschuhe in den Schrank gequetscht sein, die man eh nicht tragen wird.

Ich bin nicht perfekt, das weiß ich, und das will ich auch gar nicht sein, aber ich versuche mein Verhalten schon seit Längerem so zu ändern, dass ich mich etwas Mehr von dem "Ballast" löse.

Ich möchte versuchen die Wände wieder etwas weiter weg zu drücken, etwas liebevoller mit den Dingen umzugehen, die ich besitze, und einfach wieder mehr Wertschätzung für Alles zu empfinden. Im Jahr 2015 habe ich genau aus diesem Grund Ramadan gemacht, um wieder mehr das Schätzen zu erlernen und auch die Wertschätzung für kleine Dinge zu empfinden, aber je mehr Zeit vergeht, desto mehr merke ich, dass diese Wertschätzung dünner wird, fast wie ein transparenter Schleier, der langsam fällt.

Ob Minimalismus "Das neue 2016" ist, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall versuche ich immer mehr in diese Richtung zu gehen. Ich finde, dass einige in meinem Umfeld es mir schon gut vorgemacht haben und ich merke selbst auch, dass je mehr ich daran arbeite, und das tue ich wirklich schon eine Weile, je besser geht es mir und desto wohler fühle ich mich.

Es mögen vielleicht Worte sein, die einige meiner Leser jetzt gerade abgeschreckt haben, aber wenn ihr ehrlich seid und diesen Text gelesen habt, dann denk einmal an euch selbst - meint ihr nicht ihr hattet schon einmal das selbe Gefühl , das selbe Bedürfnis?  Zu viel Kleidung, zu viel von Schminke, aber so wenig vom "echten" Leben?

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CONVERSATION

3 COMMENTS:

  1. eine sehr interessante Rückmeldung eines Lesers:

    "Das Gefühl seinen ganzen materiellen Ballast los zu werden, kann ich absolut nachvollziehen.

    Gerade jetzt, wo ich meine Wohnung auflöse, um mir die Welt anzusehen, merke ich wieder, was sich alles für (auch unnützes) Zeug im Verlaufe der Zeit angesammelt hat. Einige Dinge so gar doppelt und/oder einfach ungenutzt.

    Schmerzlich finde ich vor allem, dass man für diese Dinge seine Lebenszeit eingetauscht hat.

    Minimalismus finde ich gut!

    Minimistisch zu Leben heißt für mich nicht in die Steinzeit zurückzukehren und auf einen bestimmten Komfort zu verzichten. Man sollte jedoch seinen Konsum hinterfragen. Denn nicht alles ist immer wirklich hilfreich oder sinnstiftend. Zumindest nicht auf Dauer.

    Bewusst konsumieren, vor allem materielles, ist daher ein guter Anfang das Glück zu finden."

    [...]Mein Umdenken fand mit diesem Video vor gut zwei Jahren seinen Höhepunkt. Seitdem konsumiere ich bewusst und konzentriere mich auf die wichtigen beziehungsweise notwendigen Dinge...

    http://youtu.be/GgBpyNsS-jU

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  2. Diese Gedanken hatte ich auch schon gehabt in letzter Zeit und den neuen Beitrag von DariaDaria fand ich dazu auch sehr inspirierend. Jedenfalls gehe ich schon einen ersten Schritt in diese Richtung und habe in letzter Zeit sehr viel ausgesondert und Kleidung gespendet oder verkauft, weil man eben tatsächlich nicht so viel benötigt.

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    1. das mit dem spenden habe ich auch öfter gemacht, gerade immer viel zur weihnachtszeit. man fühlt sich dann aber auch echt gut, weil man etwas für seine gesellschaft tut

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