LIFESTYLE | WEIHNACHTEN OHNE GESCHENKE - GEHT DAS?

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Heute ist tatsächlich schon der 1. Dezember. Unglaublich, dass wir kurz vor dem Jahreswechsel stehen, oder nicht? Über mehr als ein ganzes Jahrzehnt hinweg, war der 1. Dezember für mich immer der Stichtag, diesen Adventskalender zu veröffentlichen. Nach nun mehr als zwölf Jahren, habe ich mich das erste Mal dafür entschieden, euch einen alternativen Adventskalender zu bieten..

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Wie ihr in meinem letzten Blogpost bereits lesen konntet, habe ich erklärt, warum es dieses Jahr keinen klassischen Adventskalender mit reiner Verlosung geben soll, sondern etwas, von dem ich glaube, dass es uns alle weiterbringt und kitschig ausgedrückt, ein Gewinn für uns alle ist. Dieses Jahr soll es nämlich keine Verlosungen geben oder keine materiellen Gewinne, sondern Blogposts mit Anleitungen und Inspirationen, die das Leben schöner machen sollen. Ich beschäftige mich schon seit längerem mit dem Thema Minimalismus und übe mich jeden Tag daran, neue Ansätze zum Thema Nachhaltigkeit zu finden. Wenn man so sehr in diesem Mindset ist, ist Weihnachten natürlich der Endgegner. Ich habe nun schon von vielen Menschen gehört, dass sie sich vom klassischen Schenken bereits „verabschiedet“ haben und angefangen haben zu Wichteln. Ich allerdings habe dieses Jahr den Supergau abgeschossen, in dem ich wohl das erste Mal in meinem Leben und auch in dem Leben meiner Familie vorgeschlagen habe, Weihnachten an sich zwar normal stattfinden zu lassen, aber komplett auf Geschenke zu verzichten.

Nun stellt sich einigen von euch vielleicht die Frage, warum ich auf diese Idee gekommen bin. Wenn es um mich geht, bin ich sehr selektiv. Ich habe shoppe fast nie und an sich könnte ich jeden Tag versuchen noch mehr aus zu sortieren obwohl in meinem Wohnzimmer praktisch nur noch aus einem kleinen Esstisch besteht. Ich merke, dass es unserer Gesellschaft oft an Dankbarkeit fehlt und viele Menschen sich nicht mehr freuen können und nur noch konsumieren. Ich glaube, dass vor allem die letzten Jahre mit Pandemie, Krieg und nun auch dem Thema Inflation vieles losgelöst haben und ein Großteil wieder „normal“ leben möchte und durch übermäßigen Konsum stark (über)konsumiert um Freude nachzuempfinden.

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Durch die Jahre des Bloggens habe ich (für mich) festgestellt, wie erdrückend Besitz sein kann und dass wir gerade zu Weihnachten dazu tendieren Geschenke krampfhaft zu suchen und uns unglaublich viel Stress zu machen, der gar nicht unbedingt nötig ist. Wenn man sich die Statistiken anguckt, wie viele Geschenke schlussendlich wieder umgetauscht werden, weil sie nicht gebraucht oder gemocht werden, dann ist das schon ziemlich erschreckend und lässt viele Fragen aufkommen. An sich finde ich es interessant, was Weihnachten eigentlich für uns als Gesellschaft bedeutet. Ich habe keinen religiösen Bezug zu Weihnachten und ich denke, die meisten Menschen sehen Weihnachten auch nicht unbedingt als einen religiösen Feiertag, sondern mehr als etwas, das uns bereits schon so vorgegeben wurde. Ist euch auch schon aufgefallen, dass die meisten Familien es nur schaffen zu Weihnachten zusammen zu kommen? An sich ist es doch schade, dass wir uns nur auf diese einzelnen Tage reduzieren. 

Warum schaffen wir es an den über 360 anderen Tagen nicht unsere geliebte Familie oder auch Freunde öfter oder generell zu sehen? Für mich hat Schenken viel mit Wertschätzung zu tun. Ich bin der Meinung, dass man viel öfter aus Freude und der Sache an sich geben sollte, anstatt ,wie an Weihnachten, auf einen guten Tausch zu hoffen. Um zurück zum Thema und der Überschrift dieses Artikels zu kommen: Ich denke, dass dieses erste Weihnachten ohne Geschenke, bei uns zu mehr Bewusstsein und Freude führen wird, da wir uns nicht sehen um irgendwelche Geschenke auszutauschen, sondern einfach nur wegen uns und einem schönen gemeinsamen Tag.

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